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Selbständig im Haupt- oder Nebenberuf

Treffen Sie die richtige Wahl zwischen Haupt- und Nebenberuf

Sie möchten Ihr eigener Chef sein? Dann ist der Status eines Selbständigen als Hauptberuf wahrscheinlich etwas für Sie. Sie sind sich Ihrer Sache nicht sicher oder noch nicht bereit, Ihr derzeitiges Arbeitsverhältnis aufzugeben? Ziehen Sie in diesem Fall den Status des Selbständigen als Nebenbeschäftigung in Betracht. Der von Ihnen gewählte Status ist ausschlaggebend für den Sozialversicherungsschutz, der Ihnen zusteht, und den Sozialbeitrag, den Sie dafür zahlen. Wir werden es Ihnen erklären.

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Die wichtigsten Unterschiede auf einen Blick

  • Als Selbständige im Nebenberuf kombinieren Sie Ihre selbständige Tätigkeit mit einer anderen beruflichen Tätigkeit.
  • Diese selbständige Tätigkeit im Nebenberuf darf nicht mit Ihrem Arbeitgeber konkurrieren.
  • Sie bauen soziale Rechte durch Ihren Hauptberuf auf, bei nebenberuflicher Selbständigkeit also über Ihren Arbeitgeber.
  • Als Selbständiger im Hauptberuf geschieht dies durch Ihre selbständige Tätigkeit, weshalb Sie höhere Sozialversicherungsbeiträge zahlen.

Unterschied zwischen Haupt- und Nebenberuf

Es gibt so einige Unterschiede zwischen Haupt- und Nebenberuf, aber der wesentliche Unterschied besteht darin, dass Sie als Arbeitnehmer Ihre Krankenversicherungsbeiträge über Abgaben auf Ihren Lohn bzw. Ihr Gehalt finanzieren. Eigentlich zahlen Sie, aber die Summe erscheint geringer, weil Ihr Arbeitgeber das für Sie regelt.

Das Äquivalent als Unternehmer sind Sozialbeiträge. Sie zahlen auch Krankenversicherungsbeiträge, aber doch viel weniger als ein Arbeitnehmer. Dies erklärt, warum es für Selbständige ratsam ist, für zusätzlichen Versicherungsschutz zu sorgen und auch die Rente gut zu planen.

Wie Sie Ihre Sozialversicherungsbeiträge zahlen hängt davon ab, ob Sie im Haupt- oder Nebenberuf selbständig sind. Wenn Sie zu mehr als 50 % als Arbeitnehmer arbeiten, bauen Sie über Ihren Arbeitgeber soziale Rechte auf. Deshalb müssen Sie auch geringere Sozialversicherungsbeiträge zahlen.

Wenn dies nicht der Fall ist, wenn Sie also vollständig selbständig sind oder nur zu einem kleinen Teil einer abhängigen Erwerbstätigkeit nachgehen, müssen Sie sich selbst um Ihre Sozialversicherung kümmern und höhere Sozialversicherungsbeiträge einzahlen.


Wie erwerben Sie soziale Rechte?

Kurz gesagt: durch die Zahlung von Sozialversicherungsbeiträgen. Deshalb sind Sie als Selbständiger im Hauptberuf verpflichtet, einen Mindestbeitrag zu zahlen, auch wenn Sie nur ein geringes Einkommen haben.


Hauptberuf

Üben Sie hauptsächlich eine selbständige Tätigkeit aus? Dann erhalten Sie den Status eines Selbständigen im Hauptberuf. Sie kommen dann in den Genuss aller damit verbundenen Vorteile.


Wann zählt Ihre selbständige Tätigkeit als Hauptberuf?

  • Sie üben neben Ihrem selbständigen Beruf keine weitere berufliche Tätigkeit aus
  • Zusätzlich zu Ihrer selbständigen Tätigkeit arbeiten Sie zu weniger als 50% in einer abhängigen Erwerbstätigkeit oder als Beamter 
  • Sie arbeiten zu weniger als 60% als fest angestellter Lehrer


Ausnahme: Sie haben das Rentenalter erreicht oder sind im Vorruhestand? Dann fallen Sie unter ein separates Statut.


Ihre Vorteile als Selbständiger im Hauptberuf?

Sie bauen soziale Rechte auf. Sie haben also ein Sicherheitsnetz, falls:

  • Medizinische Kosten anfallen
  • Sie aufgrund von Krankheit oder Unfall arbeitsunfähig sind
  • Sie in den Ruhestand treten
  • Sie gezwungen sind, die Arbeit als Selbständiger aufzugeben oder Konkurs anmelden müssen
  • Sie pflegebedürftige Familienangehörige betreuen
  • Sie ein Kind bekommen oder adoptieren


In guter Hoffnung? Gute Nachrichten: Selbständig erwerbstätige Mütter haben Anspruch auf Mutterschaftsurlaub, eine Zulage und 105 Dienstleistungsgutscheine. Und seit dem 1. Mai 2019 erhalten auch Väter und Mit-Mütter Urlaub und eine Geburtsbeihilfe. Lesen Sie mehr darüber in diesem Artikel.


Nachteile als Selbständiger im Hauptberuf

Da Ihr Unternehmen oder Ihre Firma Ihre Arbeit ist, hängt Ihr Einkommen von Ihren Resultaten ab. Ihre selbständige Tätigkeit läuft nicht so gut? Dann haben Sie keinen vollwertigen Job, auf den Sie zurückgreifen können. Als Selbständiger im Hauptberuf zu starten ist mit Risiken verbunden, aber das braucht Sie nicht abzuhalten.

  • Suchen Sie nach einem zusätzlichen Schutz vor Einkommensverlusten
  • Behalten Sie Ihre finanzielle Situation im Auge
  • Bleiben Sie mit Ihrem Buchhalter in Kontakt


Tipp:  Als Starter können Sie zu einem vorübergehend günstigeren Tarif starten.


Hätten Sie gerne konkretere Zahlen für Ihre Situation?

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Nebenberuf

Starten als Selbständiger im Nebenberuf? Tolle Entscheidung. Eine Nebentätigkeit ist ideal, um einen Vorgeschmack auf das Leben als Selbständiger zu bekommen. Läuft Ihr Plan nicht wie erwartet? Dann haben Sie noch Ihren Hauptberuf als Sicherheitsnetz.


Wann sind Sie Selbständiger im Nebenberuf?

Sie erfüllen eine der folgenden Bedingungen:

  • Sie arbeiten mindestens halbtags als Arbeitnehmer in der Privatwirtschaft
  • Sie sind mindestens halbtags im öffentlichen Dienst tätig (mindestens acht Monate oder 200 Tage im Jahr) 
  • Als fest angestellter Lehrer arbeiten Sie mindestens 60% eines Vollzeitstundenplans. Als nicht fest angestellter Lehrer arbeiten Sie mindestens 50% eines vollen Stundenplans
  • Sie erhalten ein Ersatzeinkommen unter Beibehaltung der Rentenansprüche. Dies könnte beispielsweise eine Erwerbsunfähigkeitsleistung, Arbeitslosenunterstützung im Rahmen des Systems "Sprungbrett zur Selbständigkeit" oder Leistungen für einen Vollzeit-Zeitkredit sein. Falls Sie eine Leistung mit einem selbständigen Zusatzberuf kombinieren, prüfen Sie am besten immer die Voraussetzungen.


Achtung: Achten Sie darauf, dass Sie mit Ihrem Nebenberuf nicht in Konkurrenz zu Ihrem Arbeitgeber treten. Wenn Sie bei einem Maler beschäftigt sind, wird der es wahrscheinlich nicht so toll finden, wenn er erfährt, dass Sie in Ihrer Freizeit auch bei - möglicherweise denselben - Kunden anstreichen. Es ist besser, dies im Voraus mit Ihrem Arbeitgeber zu besprechen. Dann wissen Sie, was akzeptabel ist.


Was sind die Vorteile einer selbständigen Nebentätigkeit?

  • Sie verdienen sich etwas dazu
  • Sie können Ihre Berufskosten von der Steuer absetzen
  • Sie können den Selbständigenstatus testen, ohne den vollen Schritt zu gehen
  • Sie gehen ein geringeres Risiko ein. Sie können auf Ihr Einkommen aus der Haupttätigkeit zählen 
  • Sie zahlen nur dann Sozialversicherungsbeiträge, wenn Ihre Einnahmen einen bestimmten Betrag übersteigen

Die Nachteile des Status des Selbständigen im Nebenberuf?

  • Ihre selbständige Tätigkeit nimmt viel Zeit in Anspruch
  • Sie zahlen Sozialversicherungsbeiträge, aber Sie erhalten keine zusätzlichen sozialen Rechte
  • Ihre Einnahmen werden zu Ihrem Gehalt addiert. Konsequenz? Sie kommen wahrscheinlich in eine höhere Steuerklasse (bei Einpersonengesellschaften)
  • Ihnen entstehen Kosten, um zu investieren, Ihren Buchhalter zu bezahlen, für Geschäftsreisen ...


Mit anderen Worten: Als Selbständiger im Nebenberuf können Sie die meisten Vorteile der Selbständigkeit nutzen, ohne alle Risiken und Kosten auf sich nehmen zu müssen. Einige Menschen springen gerne sofort ins kalte Wasser, andere stecken lieber erst einmal den großen Zeh hinein.


Die Experten von Securex sind bereit, Sie bei jedem Schritt zu begleiten.

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