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Die Buchhaltung Ihres eigenen Unternehmens

Wie wählen Sie die Art der Buchhaltung oder des Buchhalters?

Bei der Gründung Ihres eigenen Unternehmens müssen Sie viele Entscheidungen treffen, und dazu gehört die Qual der Wahl zur Buchhaltung und Verwaltung. Denken Sie beispielsweise daran, welche Buchhaltung Sie führen werden oder welche Unterstützung Sie von Ihrem Buchhalter erwarten.

Wünschen Sie eine fachkundige Beratung? Diskutieren Sie mit unseren Experten.

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Gute Buchführung

Eine ordnungsgemäße Buchführung ist gesetzlich vorgeschrieben. Durch eine korrekte Buchführung vermeiden Sie auch Fehler bei anderen Verpflichtungen wie Ihrer Merhwertsteuererklärung. Aber sollten Sie denn als Unternehmer nicht auch immer über die finanzielle Gesundheit Ihres Unternehmens Bescheid wissen?

Auch wenn es eine Aufgabe ist, die vielen Unternehmern nicht viel Spaß macht, sollten Sie Ihre Buchhaltung nicht vernachlässigen.


Welche Art der Buchhaltung wählen Sie?

Beim Start Ihres eigenen Unternehmens sollten Sie sich überlegen, welche Art von Buchhaltung Sie verwenden möchten. Es gibt nämlich zwei Arten:

  • einfache oder vereinfachte Buchführung
  • doppelte Buchführung

Welche Sie wählen, hängt von Ihrer Gesellschaftsform und Ihrem Jahresumsatz ab.


Einfache oder doppelte Buchführung

Nicht jeder kann die einfache oder vereinfachte Buchhaltung wählen. Sie ist nur für Einzelunternehmer, Offene Handelsgesellschaften (OHG) und Kommanditgesellschaften mit einem Jahresumsatz von weniger als 500.000 € zulässig.


Achtung! Einige Branchen, wie z.B. Versicherungen, Kreditgeschäfte, Geldanlagen und Börsentransaktionen, dürfen ohnehin keine vereinfachte Buchführung einsetzen.


Bestandteile der einfachen Buchführung

Das System der einfachen Buchführung besteht aus folgenden Komponenten:

  • Einkaufsbuch: enthält Einträge für alle eingehenden Rechnungen und Gutschriften von Lieferanten.
  • Verkaufsbuch: enthält Einträge für alle ausgehenden Rechnungen und Gutschriften von Kunden.
  • Finanztagebuch: besteht aus einem Kassenbuch und einem Bankbuch. Im Kassenbuch werden alle Einnahmen und Ausgaben in bar erfasst. Im Bankbuch werden alle Einnahmen und Ausgaben auf Bankkonten erfasst.
  • Inventarbuch: enthält eine Beschreibung und Bewertung des Inventars.

Sie müssen jedes Jahr einen internen Abschluss erstellen, sind aber nicht verpflichtet, diesen zu veröffentlichen.


Doppelte Buchführung

Wenn Ihr Jahresumsatz 500.000 € übersteigt oder Sie eine Aktiengesellschaft (AG), eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) oder eine Genossenschaft (Gen) haben, ist eine doppelte Buchführung obligatorisch.


Unterschied zwischen einfacher und doppelter Buchführung

Wie bei der einfachen Buchführung erfassen Sie alle ein- und ausgehenden Transaktionen. Der Unterschied besteht darin, dass in einer doppelten Buchführung jeder Transaktion eine Gegenbuchung zugeordnet wird. Das bedeutet, dass es einen entsprechenden Zahlungsbeleg bzw. Zahlungseingang dafür gibt. Darum sprechen wir von einer doppelten Buchführung.


Bestandteile der doppelten Buchführung

Die doppelte Buchführung besteht aus den folgenden Komponenten:

  • Ein Tagebuch: verzeichnet alle Transaktionen.
  • Der Kontenplan: ein strukturierter Plan aller Konten. Sie sind verpflichtet, einen festgelegten Kontenplan einzuhalten.
  • Sie müssen eine Jahresinventur erstellen, wobei Sie die Struktur des Kontenplans berücksichtigen.

Sie müssen einen Online-Jahresabschluss erstellen. Diesen müssen Sie jährlich bei der Nationalbank einreichen. Eine Kopie wird im belgischen Staatsblatt veröffentlicht.


Warum einen Buchhalter einschalten?

Sie können Ihre Buchhaltung auch selbst erledigen, aber es ist trotzdem ratsam, die Dienste eines Buchhalters in Anspruch zu nehmen. Denn als Unternehmer sind Sie für den Erfolg Ihres Unternehmens verantwortlich, aber die Welt um Sie herum verändert sich schnell und Sie wollen sich Ihrem Geschäft widmen. Da ist es besser, sich an erfahrene Fachleute zu wenden, die sich mit dem Thema auskennen.

Ein Buchhalter oder Wirtschaftsprüfer, wie wir sie heute oft nennen, macht so viel mehr als nur Ihre Rechnungen zu verbuchen und Ihre Bücher in Ordnung zu halten. Es ist eine Vertrauensperson, die Ihre persönlichen und finanziellen Daten verwaltet und interpretiert, Ihre finanzielle Situation überblickt und Sie proaktiv berät. Sie geben den Kurs vor, aber ein guter Buchhalter sorgt dafür, dass Sie auf dem richtigen Weg bleiben.


3 Eigenschaften eines guten Buchhalters

Die Wahl eines Buchhalters oder einer Buchhaltungsfirma ist gar nicht so schwer. Vorausgesetzt, Sie berücksichtigen die folgenden Eigenschaften:

  • Ein guter Buchhalter verfügt über das nötige Fachwissen.
  • Ein guter Buchhalter ist leicht erreichbar.
  • Ein guter Buchhalter genießt Ihr volles Vertrauen.

Fehlt dieses Vertrauensverhältnis? Dann werden Sie zögern, gewisse Probleme anzusprechen, und sie werden nicht gelöst. Vertrauen Sie also Ihre finanzielle und persönliche Situation nur jemandem an, auf den Sie sich wirklich verlassen können. Und bauen Sie eine enge professionelle Beziehung auf, in der Sie alles besprechen können.

Gehen Sie also bei ihrer Suche nach einem Buchhalter auch mal dort vorbei, um sich zu beschnuppern!

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