Was sind Blitzkontrollen?
Blitzkontrollen dienen hauptsächlich der Information und der Prävention. Die geplanten Aktionen werden im Voraus auf der SIOD-Website angekündigt. Durch diese Ankündigungen erhält jedes Unternehmen die Möglichkeit, sich in Ordnung zu bringen. Nur bei schweren oder wiederholten Verstößen werden Sanktionen verhängt.
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Worauf achtet die Inspektion?
Neben Schwarzarbeit (RSZ-Anzeige) und illegale Beschäftigung (Single Permit, Arbeitskarten und -genehmigungen) achtet die soziale Inspektion auch auf andere soziale Verpflichtungen in Ihrem Unternehmen:
- Arbeitsordnung
Inklusive aller Arbeitspläne und erforderlichen Anhänge, wie dem Anhang über psychosoziale Risiken. - Arbeitsverträge und Anhänge
Zum Beispiel Arbeitsverträge für Teilzeitarbeit, Studentenarbeit, Flexi-Jobs oder Zeitarbeit. - Kontrollkarten von arbeitslosen Arbeitnehmern
- Dimona-Anzeige
- Unfallversicherung
- Registrierung von Abweichungen bei Arbeitsplänen
Sofern zutreffend: Dokumentation oder Registrierungssystem für Abweichungen bei Teilzeitarbeitnehmern (mehr/weniger Stunden oder wechselnde Arbeitspläne im Vergleich zum vorgesehenen festen oder variablen Arbeitsplan).
Die Inspektion überprüft auch die Einhaltung spezifischer Verpflichtungen in Ihrem Sektor, wie:
- Der Nachweis über die Anzeige von Arbeit (AVW) und Checkin@work (C@W)
- Der Nachweis über die Basis-Sicherheitsschulung (oder gleichwertig durch Erfahrung oder andere Schulungen)
Häufig gestellte Fragen
Ist eine Blitzkontrolle 'weniger streng'?
Nicht unbedingt. Blitzkontrollen sind angekündigte, präventive Inspektionen mit informativem Charakter. Dennoch können Inspektoren bei schweren oder wiederholten Verstößen ein Protokoll erstellen und Sanktionen verhängen. Stellen Sie also sicher, dass Ihr Unternehmen in Ordnung ist.
Dürfen Inspektoren unangekündigt vorbeikommen?
Ja. Blitzkontrollen werden auf Sektorebene angekündigt, nicht für jedes einzelne Unternehmen. Inspektoren haben weitreichende Befugnisse, um Arbeitsplätze ohne vorherige Zustimmung zu betreten. Für private Räume ist jedoch eine Genehmigung oder Zustimmung erforderlich. Ein unangekündigter Besuch in Ihrem Unternehmen ist also durchaus möglich.
Was passiert, wenn etwas fehlt?
Bei kleinen Mängeln erhalten Sie in der Regel zunächst eine Warnung und eine Frist, um in Ordnung zu kommen. Schwere oder wiederholte Verstöße führen schneller zu einem Protokoll und möglichen Sanktionen. Vorbeugen ist besser als heilen.
Wie bereite ich mein Team auf die Blitzkontrollen vor?
Stellen Sie sicher, dass jeder weiß, wer die Inspektoren anspricht, wo sich die erforderlichen Dokumente befinden und was gezeigt werden muss. Halten Sie Ausweise, Arbeitsverträge und Beschäftigungsdokumente griffbereit. Eine kurze Einweisung im Voraus kann viel Stress vermeiden.
Was sind die möglichen Sanktionen?
Das Sozialstrafgesetzbuch sieht administrative Geldbußen, strafrechtliche Geldbußen und sogar Freiheitsstrafen vor. Die Schwere der Geldbuße oder die Verhängung einer Freiheitsstrafe hängt vom Ausmaß des Verstoßes ab.
Beispiel
Im Bauwesen gilt seit dem 1. April 2024 die elektronische Anwesenheitsregistrierung auf Baustellen, nämlich Checkin@work. Die Verpflichtung zur Anwesenheitsregistrierung gilt für alle, die Arbeiten an unbeweglichen Gütern an einem Arbeitsplatz ausführen, dessen Gesamtkosten gleich oder höher als 500.000 Euro (ohne MwSt.) sind.
Erfahren Sie mehr über Checkin@work unter dem Thema Verpflichtungen als Arbeitgeber > Verpflichtungen in bestimmten Sektoren
Wenn ein Verstoß festgestellt wird, der vom Arbeitgeber, Beauftragten oder Vertreter begangen wurde, wird dies mit einer Sanktion der Stufe 3 bestraft.
Es handelt sich entweder um eine administrative Geldbuße zwischen 800 Euro und 8.000 Euro oder um eine strafrechtliche Geldbuße zwischen 1.600 Euro und 16.000 Euro. Eine strafrechtliche Geldbuße kann nur verhängt werden, wenn der Arbeitsauditor beschließt, ein Verfahren vor Gericht einzuleiten.
Der Richter kann zudem eine zusätzliche Sanktion verhängen, nämlich ein Betriebs- oder Berufsverbot oder eine Betriebsschließung.
Darüber hinaus wird jede Person, die sich auf einer temporären oder mobilen Baustelle aufhält und ihre Anwesenheit nicht sofort und täglich registriert, mit einer Sanktion der Stufe 1 bestraft. Eine Sanktion der Stufe 1 kann nur eine administrative Geldbuße sein, deren Betrag zwischen 80 Euro und 800 Euro variiert.
Erfahren Sie mehr über die verschiedenen Verstöße und Sanktionen in unserem Dossier
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