Verpflichtende Fahrradentschädigung? Welcher Mindestbetrag?
Eine Fahrradentschädigung für den Pendelverkehr ist seit Mai 2023 verpflichtend. Der zu zahlende Betrag variiert jedoch je nach Fall.
Die Fahrradentschädigung auf Sektorebene
Jedes paritätische Komitee kann selbst entscheiden, wie hoch die Fahrradentschädigung sein soll und welche Modalitäten damit verbunden sind, wie zum Beispiel eine maximale Entfernung, die Kombination mit anderen Verkehrsmitteln oder die Häufigkeit der Nutzung des Fahrrads.
Beispiel PC 200
Die Fahrradentschädigung beträgt 0,27 Euro pro Kilometer für eine maximale Entfernung von 40 Kilometern hin und zurück. Diese Entschädigung ist nur dann verpflichtend, wenn der Arbeitnehmer regelmäßig das Fahrrad für den Pendelverkehr nutzt. Ab dem 1. Oktober 2026 steigt diese Entschädigung auf 0,32 Euro pro Kilometer, mit einer Obergrenze von 12,80 Euro pro Tag.
Die Fahrradentschädigung auf Unternehmensebene
Jeder Arbeitgeber kann eine Fahrradentschädigung auf Unternehmensebene festlegen. Es gibt jedoch bestimmte Anforderungen:
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Die Fahrradentschädigung auf Unternehmensebene wird in einem Kollektivvertrag festgelegt |
Die Fahrradentschädigung auf Unternehmensebene ergibt sich aus der Arbeitsordnung oder einer internen Regelung, Notiz… |
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Es gibt eine Fahrradentschädigung auf Sektorebene |
Der Betrag und die Modalitäten der Fahrradentschädigung auf Unternehmensebene müssen mindestens gleichwertig sein wie die, die auf Sektorebene bestehen. |
Der Betrag und die Modalitäten der Fahrradentschädigung auf Unternehmensebene müssen mindestens gleichwertig sein wie die, die auf Sektorebene bestehen. |
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Es gibt keine Fahrradentschädigung auf Sektorebene |
Das Unternehmen ist frei, den Betrag und die Modalitäten im Kollektivvertrag festzulegen. |
Der Betrag und die Modalitäten der Fahrradentschädigung auf Unternehmensebene müssen mindestens gleichwertig sein wie die, die auf nationaler Ebene bestehen (siehe unten). |
Beispiel Unternehmen in PC 200
PC 200 legt eine eigene Fahrradentschädigung fest. Die Fahrradentschädigung auf Unternehmensebene muss mindestens 0,27 Euro pro Kilometer betragen, und der Arbeitgeber muss mindestens für 40 Kilometer pro Tag aufkommen. Ab dem 1. Oktober 2026 muss diese Entschädigung mindestens 0,32 Euro pro Kilometer betragen, mit einer Obergrenze von 12,80 Euro pro Tag.
Beispiel Unternehmen in PC 116.000
PC 116.000 legt keine Fahrradentschädigung fest. Die Fahrradentschädigung auf Unternehmensebene, die in einem Unternehmenskollektivvertrag festgelegt ist, kann frei verhandelt werden. Es gibt keinen Mindestbetrag.
Wird kein Unternehmenskollektivvertrag abgeschlossen, müssen sowohl der Mindestbetrag der nationalen Fahrradentschädigung als auch die Modalitäten respektiert werden (siehe unten).
Die Fahrradentschädigung auf nationaler Ebene
Im Jahr 2023 trat der Kollektivvertrag Nr. 164 des Nationalen Arbeitsrates in Kraft. Dieser hat zum Ziel, eine Fahrradentschädigung in den Sektoren und Unternehmen zu garantieren, in denen keine Fahrradentschädigung besteht. Der Kollektivvertrag ist ergänzend. Das bedeutet, dass er nur gilt, wenn kein sektoraler oder Unternehmenskollektivvertrag besteht, der eine Fahrradentschädigung festlegt (selbst wenn es sich um einen niedrigeren Betrag handelt als im Kollektivvertrag Nr. 164 vorgesehen).
Die durch den Kollektivvertrag Nr. 164 festgelegte Fahrradentschädigung beträgt 0,30 Euro pro Kilometer (indexierter Betrag) am 1. Januar 2026.
Beispiel PC 207.000
PC 207.000 legt keine eigene Fahrradentschädigung fest. Die Unternehmen ohne Unternehmenskollektivvertrag über die Fahrradentschädigung müssen ab dem 1. Januar 2026 0,30 Euro pro Kilometer zahlen, mit einer Obergrenze von 40 Kilometern pro Tag. Am 1. Januar 2027 wird dieser Betrag erneut angepasst.
Was ist der Höchstbetrag?
Die Finanzbehörden und die RSZ legen einen maximalen steuerfreien Betrag für die Fahrradentschädigungen fest. Seit dem 1. Januar 2026 beträgt dieser 0,37 Euro pro Kilometer. Es gibt keine maximale Entfernung pro Tag.
Ab 2024 werden Fahrradentschädigungen ab einem bestimmten Betrag auch jährlich besteuert.
Ursprünglich war dieser Betrag auf 2.500 Euro pro Jahr festgelegt. Im Zuge der Verhandlungen über den Vorteil jeglicher Art bei den Dienstwagen wurde dieser auf 3.500 Euro pro Jahr angehoben (3.700 Euro für das Einkommensjahr 2026).
Steuergutschrift
Arbeitgeber, die auf Grundlage des Kollektivvertrags 164 eine Fahrradentschädigung gewähren müssen, erhalten einen steuerlichen Vorteil in Form einer Steuergutschrift. Die zusätzlichen Kosten der Erhöhung der Fahrradentschädigung werden so kompensiert.
Mehr lesen: 'Steuergutschrift für Fahrradentschädigung'
Was tut Securex für dich?
Wir wenden automatisch die richtige Fahrradentschädigung auf dein Dossier an. Wenn du Unternehmensvereinbarungen über die Nutzung des Fahrrads triffst, vergiss nicht, deinen Securex Client Advisor zu informieren.
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