Nach einem Zeitraum von vier Wochen Arbeitsunfähigkeit kann der Arbeitnehmer eine Untersuchung bei Wiederaufnahme der Arbeit durch den Betriebsarzt beantragen. Diese Untersuchung erfolgt in Kombination mit einer Analyse des Arbeitsplatzes und ermöglicht dem Betriebsarzt dem Arbeitgeber Vorschläge zu angepasster Arbeit oder Anpassung des Arbeitsplatzes zu unterbreiten. Das geschieht in Absprache mit Spezialisten, Ergonomen, Psychologen,…
Bei längerer Arbeitsunfähigkeit wegen Schmerzen im unteren Rückenbereich bezahlt der Fonds für Berufskrankheiten (FBz) eine Vergütung für den Arbeitnehmer, für ein Rehabilitationsprogramm, sowie für den Arbeitgeber, für eine Bewertung und Anpassung des Arbeitsplatzes.
Ein Präventionsprogramm fördert die Wiederaufnahme der Arbeit nach einem Zeitraum mit Schmerzen im unteren Rückenbereich. Medizinische Literatur hat gezeigt, dass solche Programme die Entwicklung chronischer Schmerzen im unteren Rücken abnehmen lassen. Darum bezahlt der Fonds für Berufskrankheiten eine Vergütung für den Arbeitnehmer und den Arbeitgeber.
Diese Fördermittel gelten für die Teilnahme des Kranken an einem ambulanten Rehabilitationsprogramm für den Rücken (RIZIV-Nomenklatur seit 1. August 2004). Das Programm umfasst maximal 36 Sitzungen von jeweils zwei Stunden, die über einen Zeitraum von sechs Monaten verteilt werden. Der Arbeitnehmer kann die Arbeit in Vollzeit- oder Teilzeitbeschäftigung wieder aufnehmen, da die Behandlung auch außerhalb der Arbeitszeiten stattfindet. Siehe auch Verfahrensbeschreibung zur Info
Um günstige Bedingungen für Arbeitsaufnahme zu fördern, bezahlt der Fonds der Berufskrankheiten einen Teil der Kosten für einen ergonomischen Eingriff: Entweder eine ergonomische Analyse des Arbeitsplatzes oder eine an die Arbeitsbedingungen angepasste Schulung.
Bei der ergonomischen Arbeitsplatzanalyse führt der Ergonom eine partizipatorische Aufgabenanalyse der den Rücken belastenden Tätigkeiten am Arbeitsplatz aus. Sie erhalten einen Bericht mit einer Beschreibung der Problempunkte und Verbesserungsvorschläge.
Die Empfehlungen können unterschiedlich sein: praktische Schulung Arbeitstechniken, individuelles Coaching Arbeitsmethoden, eine Änderung der Arbeitsausstattung oder die Anschaffung mechanischer Hilfsmittel, …
Um den Beitrag von 350 Euro zu erhalten, müssen Sie als Arbeitgeber nur die nachfolgenden drei Dokumente an den Fonds für Berufskrankheiten schicken und zwar innerhalb von sechs Monaten nach der Entscheidung des FBZ, die Behandlung anzunehmen (siehe Verfahrensbeschreibung zur Info):
Um anspruchsberechtigt zu sein, muss der Arbeitnehmer die folgenden Voraussetzungen erfüllen:
Der Arbeitnehmer selbst muss unter Begleitung seines behandelnden Arztes und Betriebsarztes den Antrag einreichen.